Minor Cabinet rockt „Pink Panther“ – Dormagen

BluesRock der runterläuft wie Öl

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pink-panter-01Ich liege unter dem Motorrad und konzentriere mich auf die Ölablassschraube, nur noch einen vorsichtigen Dreh und raus ist sie. Mit einem Schwung öffnet sich das Garagentor und mit einem lauten „Hallo, denk daran das du heute Abend zu einem Konzert wolltest“ steht meine Frau auf einmal neben mir. Mit einem leisen Plubb verschwand die Ölablassschraube in dem Auffangkanister und das Öl schoss mir über die Hand in den Ärmel. Hmmm, ok lass wir das Öl laufen und suchen halt morgen die Ölschraube in dem schwarzen Sud.

Knapp 30 Minuten später parke ich das Auto in der Nähe der Dormagender Musikkneipe „Pink Panter„, mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für feine Liveveranstaltungen, besonders für Rock- und Bluesfreunde.

An diesem Abend gab sich die junge Indie-Blues-Rock-Band „Minor Cabinet die Ehre dort aufzuspielen. Die fünfköpfige Band kommt aus dem Raum Krefeld – Bochum und hat sich mittlerweile nach vielen Auftritten eine guten Ruf als Liveact erspielt.

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Und diesem Ruf wird die Band auch an diesem Abend gerecht. Die fünf Musiker sind keine „junge“ Band mehr obwohl die meisten im Alter zwischen 25 und 30 liegen und die Band erst 2012 gegründet wurde. Kurz nach der Bandgründung gab es die erste EP und im letzten Jahr veröffentlichte „Minor Cabinet“ ihr erstes Studioalbum – „“black ink on white sheets“ (Review). Natürlich gab es jede Menge Hörproben von dem Tonträger – und natürlich jede Menge weiterer Songs.

Schnell sorgte die Band mit einem guten Sound, Spielfreude und gekonntem Spiel für eine richtig gute Stimmung in der Musikkneipe. Es fällt schwer einen der fünf Musiker besonders hervorzuheben, alle fünf bewegen sich auf dem gleichen Level.
Allen voran sorgt Frontmann Julian Jasny am Mikro und der Gitarre für einen hohen Unterhaltungswert – er ist die Rampensau der Band. Beeindruckend ist seine kraftvolle Stimme und Performance auf der Bühne.
An seiner Seite zeigte Clemens Bombien ein ebenso hervorragendes Saitenspiel, mit viel Gefühl und beachtlicher Klarheit. Ich hatte ihn zuletzt aus Sideman von Todd Wolfe  auf seiner letztjährigen Tour gesehen, auch da spielte er auch gekonnt auf. Bei Facebook wurde nach einem Gig in der Eifel bekanntgegeben das er die Band zum Ende des Jahres verlassen wird. Man darf gespannt sein was noch von ihm zuhören sein wird.
Für einen richtigen guten Sound und Groove sorgte an dem Abend die Rhythmusabteilung mit Roman Dönicke am Schlagzeug und Paul Krobbach am Bass und Mikro.
Bleibt noch Christian Peitz am Keyboard der es schaffte sich gegen die starke Dominanz der anderen vier mit tollen Soloeinlagen am Tastenbrett durchzusetzen.

Die Band ist in der Tat eine Empfehlung und ein Garant für feinen Blues-Rock, ob beim Hören des Albums oder noch besser beim Besuch eines Livekonzertes.

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Nachtrag:
Sonntag morgen rein in die Sud vom Motorölwechsel und die Schraube gesucht – im Hintergrund läuft das aktuelle Album von Minor Cabinet, das läuft auch runter wie Öl -)))

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